Biomassekraftwerk Mannheim
Biomasse Kraftwerk Mannheim, MVV Energie AG, Mannheim
Die MVV RHE als Tochter des MVV Konzerns beauftragte Envi Con kurz nach Lieferbeauftragung des Generalunternehmers für die gesamte Projektdauer mit dem Bauherren-Engineering. Hierzu wurde ebenso wie für das Schwesterprojekt BMKW Wicker bei Wiesbaden ein Pool von Ingenieuren aller erforderlichen Fachbereiche gebildet, der die technischen Lösungen des GU bis einschließlich Montage und Inbetriebsetzung prüfte und begleitete.
Ausführungszeitraum 2002 bis 02/2004 |
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| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 |
Unsere Leistungen
- Verfahrenstechnische Prüfung aller Unterlagen und Dokumente des Wasser-Dampf-Systems, die der Generalunternehmer (Kraftanlagen Anlagentechnik München) für die Anlage erstellt.
- Technisches Consulting für die Gewerke Wasser-Dampf-Kreislauf, E- und Leittechnik, Kesselanlage, Heizung-Klima-Lüftung, Nebenanlagen
- Interessenvertretung des Kunden in allen Aspekten der Anlagentechnik
- Nachrechnung der Rauchgas-Strömungsgeometrie des Kessels
- Erstellen eines Gesamtanlagen-Regelungskonzeptes
- Überwachung von Terminen und Abläufen
- Prüfung und Abnahme der Hauptkomponenten im Herstellerwerk und Kontrolle der QS-Dokumentation (Expediting)
- Vor Ort Prüfung und Freigabe der elektro- und leittechnischen Lieferumfänge
Projektbeschreibung
Die MVV Energie AG errichtet das Biomasse-Kraftwerk der größten Leistungsklasse auf dem Gelände des Müllheizkraftwerkes auf der Friesenheimer Insel in Mannheim. Der angelieferte Brennstoff wird in einer aufwendigen Holzaufbereitungsanlage behandelt und in einem Silo zwischengelagert. Von dort wird er in den Vorlagebehälter und dann zum Verbrennungsrost gefördert.
Mit einer Wurfbeschickung wird das Altholz auf dem Rost des Dampferzeugers verbrannt. Das Speisewasser wird in 4 Kesselzügen überhitzt und als Frischdampf mit 450°C / 65 bar zur eingehäusigen Kondensations-Dampfturbine (Turbinentisch, Abdampf nach unten) geführt. Diese treibt über ein Getriebe den Generator an. Der Abdampf wird von einem luftgekühlten Kondensator neben dem Maschinenhaus kondensiert. Zur Optimierung des Brennstoffausnutzungsgrades wird ein Teil des Dampfes auch in das für die umliegenden Industriebetriebe zur Verfügung stehende Prozessdampfnetz eingespeist.
Stickoxide im Abgas werden mit dem SNCR-Verfahren abgeschieden. Eine Rauchgasreinigungsanlage entstaubt und filtert die Abgase – entsprechend der 17. BImSchV -, die dann über einen 80 m hohen Schornstein in die Atmosphäre abgeleitet werden.





